Duplais Verte

23. September 2008



Etikett Duplais Verte

Zielsetzung für den Absinthe Duplais war es ein historisch möglichst authentisches Produkt zu entwickeln. Aus diesem Grund hatten wir einiges zu beachten:

Man sollte über viel Brennerfahrung verfügen
Man sollte eine erstklassige Brennanlage haben
Man braucht ein Reihe historische Rezepte
Man mu�? sich sehr gut mit Kräutern auskennen
Man benötigt die richtigen Quellen für die nötigen Grundstoffe

All diese Voraussetzungen kamen im Sommer 2005 zusammen, als sich Oliver Matter und Markus Lion zum ersten mal begegneten. Die Chemie stimmte von Anfang an. Oliver Matter hatte nach der Legalisierung des Absinthes in der Schweiz ein altes Rezept aus den Archiven des Familienunternehmens nachproduziert und hatte damit bereits erste Erfahrungen gesammelt. Die Reproduktion eines alten Absinthes, die Markus Lion im Kopf hatte, war aber wesentlich komplexer.

Oliver Matter und Markus Lion kamen überein, da�? eine Reihe Prototypen gebrannt werden sollten. Schnell wurde erkannt, da�? die ersten Experimente noch fehlerhaft waren. Im Val de Travers wurde zwar viele viele Jahrzehnte Absinthe schwarz gebrannt, aber dieser Absinthe wurde nicht koloriert. Daher mussten wir uns das Wissen um die Koloration erst mühsam wieder erarbeiten, da wir auf diesen wichtigen Produktionsschritt nicht verzichten wollten. Es sollte ja der erste historisch authentische, grüne Absinthe der Schweiz seit der Legalisierung im März 2005 werden…

Als Basis für die Rezeptur diente uns das 1876 in Paris erschienene Buch “Traité de la Fabrication des Liqueres et de la distillation des Alcools” von P.Duplais. In 2 umfangreichen Bänden beschreibt Duplais die Herstellung zahlreicher Spirituosen und Liköre - unter anderem findet man in beiden Bänden auch eine ganze Reihe hochinteressante Rezepturen für Absinthe. Daher auch der Name des Absinthes. Dieses Rezeptbuch wird auch heute noch als “Bibel der Absintherezepturen” bezeichnet.

Im 19. Jahrhundert dienten Duplais Rezepte stets nur die Basis für einen Absinthe. Die Hersteller wandelten die Rezepte nach eigenem Geschmack ab, um ein individuelles Produkt zu kreieren. Genau so entstand Absinthe Duplais. Es ist also sicher, da�? so ein Absinthe auch im 19. Jahrhundert existierte.

Da Absinthe für uns auch immer etwas mit Kunst zu tun hat, kamen wir auf die Idee, das “alte” Produkt Absinthe mit einer modernen Präsentation zu kombinieren um dadurch eine spannende Dynamik zu erzeugen. Als wir David Tibet von der englischen Gruppe Current 93 fragten, ob er Lust hätte ein Etikett für einen Absinthe zu gestalten, war dieser Feuer und Flamme.

Als Erstauflage gab es eine auf 93 Stück limitierte Holzbox mit je einer Flasche Absinthe Duplais, zwei Absinthegläsern, zwei Absinthelöffeln und einer Current 93 CD, die Tibet exklusiv für diese Box aufgenommen hatte. Die Box ist heute ein gesuchtes Sammlerstück, das zu horrenden Preisen gehandelt wird…

Im August 2005 wurde die erste reguläre Charge Absinthe Duplais von Absinthvertrieb Lion verkauft. Die Reaktionen waren ausgesprochen positiv, wobei hier und da auch ein paar wohlgemeinte Verbesserungshinweise gegeben wurden, die bei der zweiten Charge berücksichtigt wurden.

Im Februar 2006 schickten wir einen Karton Absinthe Duplais zur IWSC (International Wine and Spirits Competition) nach London. Wir wollten sehen, wie unser Absinthe im direkten Vergleich mit anderen Sorten abschneiden würde. Als Ende Juli 2006 die Ergebnisse veröffentlicht wurden und wir die Goldbedaille und die Best in Class Wertung abgeräumt hatten, war endgültig klar, da�? Absinthe Duplais in der obersten Liga der internationalen Absinthe spielt.

Im Mai 2006 unterzogen wir Absinthe Duplais einer neuerlichen Modifikation, die in erster Linie die Koloration und die Qualität der Kräuter betraf. Nach schier endlosen Testreihen, ist uns eine natürliche und dennoch stabile Koloration gelungen. Gleichzeitig wurde die Qualität der Kräuter und damit die Intensität des Aromas stark gesteigert.

Duplais Verte ist hier erhältlich.1002450_z1.jpg

David Tibet in einem Pitchfork Interview:
When I interviewed Ben he mentioned that you sent him a bottle of Current 93. Do you own a distillery?

DT: [Laughs] There’s an absinthe company in Germany and the guy who runs it used to be a big Current 93 fan. He wrote to me and asked if I’d be interested in designing a label for his new range of absinthe. I said, yeah, I’d really like to, why don’t we do a special edition of, say, 93 or 100 copies with a CD with an unreleased track done especially for it. That developed into a box with a bottle of absinthe and with my label, which was signed by me. There were two absinthe glasses and an absinthe spoon and the CD. So there were 93 of those, and Ben got sent one of those. There’s a charity I work with called the John Bradburne Memorial Society, a leprosy mission in Zimbabwe. I said I’d do it for the absinthe company if they made a donation– my payment– to the society and also put in some blurb about the society. So they did.

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